Die festung von Peterwardein

DIE FESTUNG VON PETERWARDEIN – das „Gibraltar an der Donau“ wurde zwischen 1692 und 1780 erbaut. Sie erstreckt sich auf einem Gebiet von 112 ha. Die Festung verfügt über eine Oberstadt und eine Unterstadt (Suburbium). In der Oberstadt dominieren folgende Bastionen: Die untere Ludwigsbastion, die obere Ludwigsbastion, die Innozenz-Bastion, die Maria-Theresia-Bastion, die Bastion des Hl. Leopold und die Bastion Kaiser Josephs I. Der Zugang ist durch folgende Tore möglich: Ludwigstor, Schlosstor, Leopoldstor, Molinari-Tor und Tor Karls VI. Folgende Objekte wurden erhalten: der Offizierspavillon, das Pulvermagazin des Leopold, das Proviantlager, das Arsenal, die lange und einfache Kaserne, der Uhrturm und der große Kriegsbrunnen. Die Festung von Peterwardein wurde nach dem Entwurf des Marquis Sébastien de Vauban (1633-1707) errichtet. Unter den Baumeistern nimmt der italienische Graf Luigi Ferdinando Marsigli (1659-1730) eine besondere Stellung ein. Er war eine vielseitige und gebildete Persönlichkeit, in der die Kenntnisse und Fähigkeiten eines Schriftstellers, Historikers, Kartografen, Archäologen, Architekten, Baumeisters und Soldaten harmonisch vereint sind. In seinem sechs Bände umfassenden Werk über die Donau, das Marsigli 1726 in Den Haag veröffentlichte, hinterließ er Daten über Peterwardein und Čenej. Sein Nachlass wird im Marsigli Museum in Bologna aufbewahrt, das 1930 eröffnet wurde.

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